Astrofotografie · Frank Göttler
Licht undSternenstaub
Kosmische Landschaften, sichtbar gemacht in langen Nächten – zwischen Wissenschaft und Ästhetik.
SH2-308Delfinkopfnebel
Aktuelle Ausstellung29. Oktober – 11. Dezember 2026Landratsamt Freudenstadt↗Entdecken↓Ausgewählte Arbeiten
Galerie
Nebel, Galaxien und die feinen Strukturen des Nachthimmels – aufgenommen über viele Stunden und sorgfältig ausgearbeitet.
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Aktuelle Ausstellung
Licht und Sternenstaub
Astrofotografien von Frank Göttler im Landratsamt Freudenstadt. Eine Reise zu leuchtenden Nebeln, fernen Sternenfeldern und den Farben, die dem bloßen Auge verborgen bleiben.
- Ort
- Landratsamt Freudenstadt
- Zeitraum
- 29. Oktober bis 11. Dezember 2026
Über mich
Zwischen Präzision und Staunen
Schon als Kind war ich vom Weltall fasziniert. Während andere alles über Dinosaurier oder Autos wussten, waren es bei mir Planeten, Sterne und ferne Galaxien.
Besonders ist mir etwas im Gedächtnis geblieben, das mir mein Vater damals erklärt hat: Würde uns jemand von einem etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernten Planeten mit einem unvorstellbar guten Teleskop beobachten, würde er die Erde nicht so sehen, wie sie heute ist. Er würde Dinosaurier sehen. Das Licht aus dieser Zeit wäre dort nämlich erst jetzt angekommen. Diese Vorstellung hat mich als Kind völlig gepackt – und eigentlich bis heute nicht mehr losgelassen.
In der neunten Klasse war ich am Astronomischen Institut in Tübingen. Dort konnte ich mich mit Wissenschaftlern über Technik unterhalten, die auch bei ESA und NASA eingesetzt wurde, und mir vieles direkt anschauen. Später besuchte ich die Astronomie-AG und den Astronomie-Grundkurs. Vieles davon kannte ich schon, weil ich mich auch außerhalb der Schule ständig damit beschäftigt hatte.
Gleichzeitig habe ich schon immer gerne fotografiert, vor allem Landschaften. Dann verschwanden Astronomie und Fotografie für fast ein Jahrzehnt etwas aus meinem Leben. Andere Dinge waren wichtiger geworden und für die alten Hobbys blieb kaum noch Zeit.
Während einer längeren Auszeit habe ich die Fotografie schließlich wiederentdeckt. Zuerst fotografierte ich Landschaften und die Milchstraße. Irgendwann reichte mir das aber nicht mehr. Ich wollte nicht nur den Sternenhimmel über einer Landschaft aufnehmen, sondern die Objekte fotografieren, die mich schon als Kind fasziniert hatten.
Damals hing bei mir ein Poster des Pferdekopfnebels an der Wand. Viele Deep-Sky-Objekte kannte ich schon beim Namen, lange bevor ich selbst eine Kamera auf sie richten konnte. 2021 begann ich schließlich ernsthaft mit der Deep-Sky-Astrofotografie. Dabei tastete ich mich nicht erst mit einem kleinen Startracker heran, sondern startete direkt mit Montierung, Guiding, Newton-Teleskop und einer astromodifizierten Kamera.
Von da an beschäftigte ich mich in fast jeder freien Minute damit. Ich lernte, probierte aus, machte Fehler, begann wieder von vorne und wurde mit jeder Nacht besser. Astrofotografie kann ziemlich süchtig machen. Es gibt immer noch ein Detail, das man verbessern, eine Technik, die man verstehen, oder ein neues Objekt, das man aufnehmen möchte.
So bin ich Schritt für Schritt dort angekommen, wo ich heute stehe. Und trotzdem fühlt es sich nicht so an, als wäre ich irgendwann fertig. Wahrscheinlich ist genau das der Grund, warum mich dieses Hobby bis heute so fesselt.
Das Licht, das auf meinen Bildern zu sehen ist, war je nach Objekt Tausende oder sogar Millionen Jahre unterwegs, bevor es meinen Sensor erreicht hat. Damit ist jede Aufnahme auch ein Blick zurück in die Vergangenheit – genau wie in der Geschichte, die mir mein Vater damals erzählt hat.
Kalender & Prints
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